Funkuhren

Funkuhr
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Bei einer Funkuhr handelt es sich um eine Quarzuhr, bei welcher ein Zeitzeichensender über Funk ein Zeitsignal empfängt. Anhand dieser Information reguliert sich die Quarzuhr intern nach. Somit erscheint die aktuelle Funkuhranzeige – zumeist auf einer Flüssigkristall-Anzeige, einer sogenannten LCD-Anzeige. Zusammen mit der Uhrzeit werden hier weitere Funktionen angezeigt wie das Datum, ob der Wecker gestellt ist oder auch die Temperatur. Aber auch Uhren mit einem Zeiger können Funkuhren sein.

Die Technik in den Funkuhren

Das Herzstück einer Funkuhr ist der Geradeausempfänger. Dieser empfängt das Zeitsignal vom Langwellensender DCF77. Dieser steht für Deutschland in Frankfurt am Main. Um das Zeitsignal zu erkennen, haben die Funkuhren eine Ferritstabantenne, auf welcher sich links eine Wicklung befindet. Der angelötete Kondensator dient der Schwingkreisabstimmung auf die entsprechende Sendefrequenz. Diese Ferritantenne besitzt eine Polarisations- und auch eine Richtwirkung. Daher muss sie sowohl horizontal als auch quer zur Richtung des Senders angebracht werden. Die Hauptplatine der Funkuhr hat in der Regel zwei Schaltkreise, sogenannte ICs, die für die Weiterleitung der Funktionen wie die der Uhrzeit sorgen. Auf der Hauptplatine befinden sich zudem auch die Kontaktstellen für die Funktionen wie die Datumseinstellung und die Einstellung des Weckers.

Sicherheit bei Funkuhren

Funkuhren fallen nicht automatisch aus, wenn dar Langwellensender gestört ist oder abgeschaltet ist. Wird das Zeitsignal nach dem Anschalten des DCF77 wieder empfangen, wird die Funkuhr sofort nachgestellt. Daher kommt es bei Funkuhren kaum zu Störungen, die Uhrzeit wird meist exakt angezeigt. Jedoch haben alle Funkuhren innerhalb der Reichweite eine geringe Latenzzeit, also eine konstante kleine Verspätung zur Atomuhr. Diese liegt jedoch meist nur zwischen 01, und 0,4 Sekunden. Das Signal von Frankfurt wird konstant und ständig gesendet.

Jedoch rufen die Funkuhren diese Werte nicht ständig ab, weil dies einen erheblichen Stromverbrauch zur Folge hätte. Bei batteriebetriebenen Uhren hätte das zur Folge, dass die Batterien ständig leer sind. Daher rufen die meisten Funkuhren die Uhrzeit nur einmal täglich, zumeist in der Nacht zwischen zwei und vier Uhr morgens, ab, was ausreichend ist, um Zeitfehler zu korrigieren. Funkuhren der Deutschen Bahn rufen minütlich die Zeit ab, in Privathaushalten ist dies meistens nicht notwendig. Hier gibt es zumeist Wanduhren oder auch Wecker, bei welchen ein einmaliger Zeitabgleich in der Nacht ausreichend ist.