Taschenuhren

Taschenuhren
Foto: Brian A Jackson/Shutterstock.com

Bereits zu den Zeiten unserer Großeltern waren Taschenuhren sehr beliebt, damals eher ein notwendiges Accessoire. Gerade heute erfreut ich dieses Uhrenmodell immer noch größter Bewunderung. Es ist etwas Besonderes, wenn die Uhr zum Ablesen der Uhrzeit aus der Tasche genommen bzw. gezogen wird. Egal, ob die edle Variante aus Gold oder ein Modell im Edelstahlgehäuse – beide vermitteln eine Art der Eleganz und verleihen dem Träger eine besondere Note.

Taschenuhr – die älteste tragbare Uhr

Taschenuhren werden an einer Kette befestigt und in der Tasche der Bekleidung getragen. Ihr Ursprung geht bis ins 15. Jahrhundert zurück, somit sind diese extravaganten Uhren die wohl älteste tragbare Form einer Uhr. Anfang des 16. Jahrhunderts begann mit Peter Henlein das Taschenuhr-Handwerk. Jede Uhr wurde einzeln gefertigt, zu jener Zeit waren sie noch sehr ungenau und oft nur mit einer Stundenanzeige ausgestattet. Aufgrund ihrer aufwändigen Fertigung waren sie damals nur für wohlhabende Leute erschwinglich.

Durch preiswerte Serienfertigung im Laufe der Zeit änderte sich das. Ursprünglich mit mechanischen Uhrwerken ausgestattet, werden heutzutage auch zuverlässige Quarzwerke verwendet. Den einstmaligen Gebrauchsgegenstand zur Zeitbestimmung findet man heute hauptsächlich bei Liebhabern dieser Uhren. Taschenuhren sind bis heute etwas Faszinierendes und sogar zum Sammlerobjekt geworden.

Taschenuhr-Ausführungen

Heutzutage unterscheidet man bei den Taschenuhren neben einigen Unterarten hauptsächlich zwischen Savonnette und Lépine, teilweise gibt es auch Kombinationen aus beiden Bauformen. Savonnette bezeichnet eine Taschenuhr, die mit einem Sprungdeckel über dem Uhrenglas geschützt ist. Dieses lässt sich auf Knopfdruck öffnen. Hier liegt die Krone in einer Linie mit der Aufzugswelle seitlich bei drei Uhr. Die Krone dient zum Aufziehen der Uhr.

Bei der offenen Bauform Lépine, welche keinen Sprungdeckel besitzt, liegt die Krone bei zwölf Uhr und die Sekundenanzeige seitlich bei drei Uhr. Dies erleichtert die Ablesbarkeit und Handhabung. Lépine-Uhren sind meist flacher ausgeführt und finden ihre Verwendung hauptsächlich als Frackuhren.

Eine Savonnette Taschenuhr ist z.B. die Jean Jaco. Sie ist in einer limitierten Auflage von nur 100 Uhren erhältlich. Sie besitzt ein hochglanzpoliertes, vergoldetes Gehäuse mit einem Doppelscharnier und besitzt ein silberfarbenes Zifferblatt. Die Taschenuhr ist mit einem mechanischem Aufzugswerk versehen, hat eine 24-Stunden-Anzeige und ist bei einem Durchmesser von 52 mm 17 mm hoch. Sie wird von Hand aufgezogen und mit einer goldfarbenen Kette in der Tasche untergebracht.