Was ist der Unterschied zwischen einer Quarzuhr und einer Automatikuhr ?

Was ist der Unterschied zwischen einer Quarzuhr und einer Automatikuhr ?
Foto: Daniilantiq/Shutterstock.com

Quarzuhren sind bekannt als vielseitige, preisgünstige und moderne Zeitmesser. Quarzkristalle ersetzen hier die ursprünglich mechanische Unruh, den Taktgeber der Uhr. Ein elektronischer Schaltkreis versetzt den Quarzkristall in Schwingung und die entstehende Schwingfrequenz wird in den passenden Takt für die Zeitmessung übersetzt. Als Antriebskraft für den Taktgeber dient eine Stromquelle, weshalb Quarzuhren meist mit Batterien betrieben werden.

In Automatikuhren sind traditionelle mechanische Taktgeber verbaut. Die Antriebsenergie dafür spendet eine Feder, die regelmäßig neu gespannt werden muss. Das erfolgt entweder über einen Aufziehmechanismus oder automatisch über die Bewegungen des Handgelenks, wenn die Uhr getragen wird. Eine Automatikuhr muss daher regelmäßig bewegt werden, ggf. mit einem Uhrenbeweger.

Anschaffungspreis, Wartung und Lebensdauer

Ihr komplexes mechanisches Uhrwerk macht die Automatikuhr deutlich teurer in der Anschaffung. Für eine Automatikuhr mit einem guten Uhrwerk muss man mindestens 150 Euro ausgeben. Bei Quarzuhren fällt der Kostenfaktor Uhrwerk niedriger aus, da es häufig billig in Asien produziert wird.

Ebenfalls teurer, weil aufwendiger ist die Wartung einer Automatikuhr. Zwar wird für eine Quarzuhr alle halbe bis zwei Jahre eine neue Batterie fällig, jedoch sind die Kosten dafür gering. Eine hochwertige Automatikuhr sollte regelmäßig von einem Uhrmacher gewartet werden, damit sie präzise und reibungslos läuft.

Bei entsprechender Pflege hält das mechanische Uhrwerk einer Automatikuhr länger als ein Quarzkristall. Automatikuhren sind zwar empfindlicher gegenüber Umwelteinflüssen, aber Schäden an ihrem Uhrwerk lassen sich leichter und dadurch kostengünstiger reparieren. Muss das Uhrwerk einer Quarzuhr repariert werden, übertreffen die Kosten dafür schnell den Wiederbeschaffungswert der Uhr. Generell kann man erwarten, dass beide Uhrentypen über Jahrzehnte halten, wenn sie richtig gepflegt werden.

Genauigkeit und Alltagstauglichkeit

Quarzuhren gehen genauer als Automatikuhren, aber auch ihr Uhrwerk weicht vom idealen Gang ab. Die zehn bis dreißig Sekunden Gangabweichung pro Monat bei Quarzuhren entstehen vor allem durch Temperaturschwankungen. Regelmäßige Synchronisation ist auch hier nötig. Einige Quarzuhr-Modelle sind Funkuhren und synchronisieren sich in festgelegten Abständen mit der koordinierten Weltzeit. Neuere Fabrikate können auch über USB, Bluetooth und andere Verbindungen mit Zeitservern im Internet synchronisiert werden.

Automatikuhren weichen normalerweise zehn bis dreißig Sekunden pro Tag vom idealen Gang ab. Die Ganggenauigkeit schwankt abhängig von Temperatur, Luftdruck und Trageweise. Bei teuren Präzisionsuhren beträgt die Abweichung nicht mehr als sechs Sekunden pro Tag. Die Genauigkeit einer Automatikuhr, kann beim Händler mit Zeitmessgeräten überprüft werden.

Automatikuhren gelten als Prestige-Objekte und Statussymbole für Luxus und Stilbewusstsein, die man gern zu festlichen Anlässen präsentiert. Zum Tragen im Alltag und bei sportlicher Bewegung sind Sie meist zu teuer und zu empfindlich. Hier sind Quarzuhren die robustere und kostengünstigere Wahl und punkten zudem mit höherer Genauigkeit.