Was macht Uhren eigentlich so teuer?

Was macht Uhren eigentlich so teuer?
Uhren können aus unterschiedlichsten Gründen teuer und kostbar sein. Foto: stevepb/pixabay.com

Man mag sich wundern, wenn man in manchen Schaufenstern beim Gang durch die Fußgängerzone teure Uhren erblickt. Was rechtfertigt den Preis von mehreren hundert Euro bzw. gar tausenden von Euro einer Uhr? Zahlreiche Faktoren wie, verwendeter Mechanismus, Funktionen, Material, die Genauigkeit der Uhr, die Wahl des Armbandes und der Markenname haben Einfluss auf die Preisgestaltung.

Die mechanische Uhr, ein handwerkliches Meisterstück

Grundsätzlich handelt es sich bei teuren Uhren zunächst um mechanische Uhren. Das bedeutet, dass hinter den Ziffernblatt eine komplexe Schaltung verschiedener Zahnräder, Feder und Hemmung steht, die für die korrekte Zeitanzeige sorgen. Und die Produktion solcher mechanischer Uhren ist zum großen Teil immer noch Handarbeit. Ganz im Gegensatz dazu stehen die Quarzuhren. Im inneren liegt eine einfache maschinell reproduzierbare Elektroschaltung. Aus diesem Grund werden Quarzuhren im großen Stil in Massenproduktion hergestellt und stehen bezüglich der Menge an der Spitze der Weltproduktion von Uhren.

Das Tragegefühl einer hochwertigen Uhr

Damit ein mechanisches Uhrwerk präzise läuft und eine hohe Ganggenauigkeit besitzt, ist enormes handwerkliches und technisches Geschick erforderlich. Schließlich möchte der Besitzer einer mechanischen Uhr diese nicht jeden Tag nachstellen müssen, weil die Zeit täglich um mehrere Sekunden oder gar Minuten abweicht. Man könnte behaupten, dass der Preis doch anhand der Funktion der Uhr beurteilt werden sollte, diese wäre schließlich bei Quarz- und mechanischen Uhren dieselbe. Wieso sind Menschen bereit für mechanische Uhren so viel mehr Geld auszugeben, wenn doch eine Quarzuhr die gleiche Funktion erfüllt. Das liegt an dem anderen, qualitativ hochwertigerem, subjektivem Tragegefühl einer Uhr, von der man weiß, dass im Hintergrund hoch technische und mechanische Prozesse ablaufen, die das Ergebnis längerer handwerklicher Arbeit sind. Auch zu wissen, dass die eigenen Uhr im Gegensatz zu Quarzuhren ohne Strom auskommen, mag den Träger umschmeicheln

Die Materialien

Da mechanische Uhren aufwendig gefertigt sind, werden um ihrem qualitativen Anspruch gerecht zu werden meist auch hochwertige Materialien verwendet und die an sich rein funktionale Uhr so zu einem Schmuckstück. Und wie auch bei normalen Schmuck ohne eine Funktion wie die Zeitmessung, sind den Preisen und der Luxuriösität nach oben keine Grenzen gesetzt. Von Titan über Keramik bis Gold und Silber in verschiedenen Reinheitsgraden und Legierungen. Je teurere Metalle verwendet werden, desto teurer wird auch die Uhr. Wird eine Uhr dann noch aus Platin gefertigt oder ist mit Diamanten besetzt kann eine Uhr gut mehrere hunderttausend Euro kosten. Auch das verwendete Material für die Armbanduhr spielt eine Rolle.

Die Marke

Uhrenhersteller des gehobenen Segments betreiben großen Marketing Aufwand, um Ihre Uhren publik zu machen und die Marke im Unterbewusstsein der Menschen zu verankern. Dies natürlich mit einem bestimmten Image. Dem Träger soll ein bestimmtes Lebensgefühl mit der Uhr verkauft werden. So kann auch eine Uhr mit nur geringen Goldanteilen sehr teuer sein, einfach, weil die Marketingkosten bezahlt werden wollen. Zu bekannten Namen gehören Rolex und Breitling. Beide Hersteller kaufen sich Beispiel auch teuer in Filmproduktionen ein, nur damit der Protagonist die Uhr trägt. Dazu gehören die Uhren die James Bond trägt. Ganze Zeitungsartikel setzen sich zu einem neuen Bond mit der von ihm getragenen Uhr auseinander. Dadurch bringt das Tragen einer solchen Uhr in gewissen Teilen auch Prestige mit sich.

Funktionalität

Stichwort Smart-Watch. Je mehr eine Uhr kann, desto teurer wird sie und dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass auch für Smart-Watches hohe Beträge über den Tisch gehen.

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