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Wieso tragen Rechtshänder ihre Uhren links und Linkshänder rechts?

Eine Dame, die ihre Uhr am linken Handgelenk trägt.

Armbanduhren gehören zu den beliebtesten Accessoires für Damen und Herren. Allerdings sind sich viele Träger unsicher, wenn es um eine ganz essenzielle Frage geht: Wird die Uhr am linken Arm oder am rechten Arm getragen? Wer sich über dieses Thema informieren möchte, der stößt auf skurrile Annahmen, Mythen und Gerüchte über die Wahl des richtigen Handgelenks.

Gesundheitliche Relevanz weitestgehend hinfällig

Wer sich mit der Frage nach der richtigen Seite für Uhren auseinandergesetzt hat, der wird bereits wissen: Es gibt sogar Stimmen, die behaupten, es sei gesundheitlich relevant, an welcher Seite die Uhr getragen wird. Alles Blödsinn, sagen Handchirurgen. Uhrenträger können also ganz beruhigt sein. An welchem Handgelenk die Uhr getragen wird, ist zwar nicht vollkommen egal, aber zumindest in medizinischer Hinsicht nicht wichtig. Dass es am linken Arm einen speziellen Nerv gibt, welcher durch das Tragen einer Uhr beeinträchtigt wird, stimmt nicht.

Einen Tipp gibt es dennoch, der aus medizinischer Sicht wichtig ist: Das Armband einer Uhr sollte nicht zu eng getragen werden – und das gilt ganz unabhängig von der gewählten Seite. Wer diesen Rat nicht befolgt, der könnte tatsächlich einen Nerv über dem sogenannten Speichenknochen unnötig belasten.

Die Geschichte des Uhrentragens

Natürlich haben sich die Menschen bereits vor vielen Jahrzehnten gefragt, an welchem Arm man die Uhr denn nun am besten tragen sollte. Diese Frage kam allerdings erst auf, als die Uhren immer kleiner wurden und endlich direkt am Körper und nicht mehr länger in Form einer klobigen Taschenuhr mitgeführt wurden. Weil die Uhren damals noch manuell aufgezogen wurden, war die Frage nach der korrekten Seite davon abhängig, ob der Träger Links- oder Rechtshänder war. Auf diese Weise soll auch der Brauch entstanden sein, dass die klassische Armbanduhr auf der linken Seite getragen wird – auch, wenn moderne Armbanduhren wie es sie unter www.uhrinstinkt.de zu kaufen gibt, dies nicht mehr zwingend erfordern. Auf dieser Seite lässt sich das Rädchen besser mit der rechten, stärkeren Hand aufziehen.

Die Uhr links tragen – zahlreiche gute Gründe

Die meisten Menschen tragen auch heute die Uhr noch links. Das ist zum einen der Tradition geschuldet und zum anderen der Tatsache, dass es weitaus mehr Rechtshänder als Linkshänder gibt. Natürlich gibt es zahlreiche Vorteile, die das Tragen auf der linken Seite mit sich bringt.

Wer viel mehr Tätigkeiten, wie das Putzen, Handwerken, Schneiden und Schreiben mit der dominanten rechten Seite erledigt, der würde die Uhr am rechten Handgelenk schneller verkratzen oder abnutzen. Daher ist das Schmuckstück auf der linken Seite weitaus besser geschützt. Das gilt im Speziellen für Uhren, die nicht vollständig wasserfest sind. Diese Exemplare laufen links weniger Gefahr, aus Versehen mit Putzwasser und Co. in Berührung zu kommen. Zudem könnte eine Uhr am rechten Handgelenk bei verschiedenen Tätigkeiten stören.

Auch das Anlegen mit der rechten Hand klappt für Rechtshänder besser und macht daher das Tragen auf der linken Seite wesentlich praktikabler. Das Anlegen am linken Arm klappt viel besser – vor allem, wenn es sich um einen Verschluss handelt, welcher mehrere Handgriffe zum Anlegen und Verschließen erforderlich macht.

Die Uhr rechts tragen – auch nicht falsch

Wer Linkshänder ist, auf den treffen alle oben genannten Vorteile zu, wenn die Uhr rechts statt links getragen wird. Da die linke Hand dominant ist, wird die Uhr beim Tragen auf der rechten Seite geschont und kann nicht beim Hantieren stören. Natürlich gibt es dennoch auch Linkshänder, welche die Uhr links tragen. Das liegt in erster Linie daran, dass sie die Uhr schon immer auf diese Weise tragen.

Generell ist es jedem Menschen ganz individuell freigestellt, an welchem Handgelenk er seine Uhr tragen möchte. Die praktischen Gründe sprechen dafür, dass Rechtshänder die Uhr links tragen und umgekehrt. Das stellt allerdings lediglich eine Empfehlung dar und keine feste Regel. Eine „falsche“ Seite gibt es beim Tragen einer Uhr nicht.



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